Seit 2022 haben sich deutschsprachigen LEADER-Regionen mit Steillagenweinbau in der „Steillagen-Connection“ zusammengeschlossen. Die 16 Regionen aus Deutschland, Österreich und Luxemburg verbindet ein gemeinsames Ziel: der Erhalt der Weinbergsteillagen als landschaftsbildprägende Hotspots der Artenvielfalt.
Im November fand das erste Treffen des Zusammenschlusses in Ludwigsburg am Neckar statt. Ziel des Austausches: gemeinsam Lösungen für den Erhalt der Steillagen finden und gegenseitig von erfolgreichen Projekten lernen.
Die teilnehmenden LEADER-Manager und Weinbauvertreter berichteten von der schwierigen Lage der Steillagen bewirtschaftenden Winzer in allen Regionen. Es fehlt an Nachwuchs, die bürokratischen Hürden sind hoch und die Kosten in allen Bereichen sind gestiegen. Zudem müssen teilweise Rebsorten an den Klimawandel angepasst werden. Auch die gesellschaftlichen Anforderungen an einen nachhaltigen und ökologischen Weinbau bringen Herausforderungen.
Einigkeit besteht darin, dass am Ende die Bürger insbesondere in den Steillagenregionen als Konsumenten mit darüber entscheiden werden, wie viel ihnen der Erhalt der Steillagen als Kulturlandschaft Wert ist. Denn nur über eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit wird ein dauerhafter Erhalt der Kulturlandschaft möglich sein.
Das nächste Treffen des Steillagen-Connection findet im Frühjahr an der Mosel statt und beleuchtet insbesondere den Weintourismus in den Steillagen-Regionen.
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